Unsere Kirschlorbeerbüsche

Liebe Amber-Familie!

Bitte schaut Euch unsere schönen, mittlerweile meterhohen Kirschlorbeerbüsche an, die Ihr ja alle bereits seit vielen, vielen Jahren kennt. Sie sind derzeit eingezäunt. Und das hat einen guten Grund!

 

Vor einiger Zeit ging es unserem Firele abends nicht so gut. Sie wirkte müde, der Magen gluckerte, aber sie ist ja auch ein alter Hund – immerhin wird sie dieses Jahr noch 10 Jahre alt. Außerdem liebt sie es, wie alle unsere Hunde, das Fallobst unserer Bäume – ob nun Äpfel, Kirschen, Zwetschgen oder Birnen – je nach Jahreszeit zu essen. Sie vertragen es normalerweise gut!

Aber so, wie an jenem späten Abend, gefiel uns das Moiselain gar nicht. Nux Vomica half nicht, auch kein Buscopan, sie hatte mittlerweile etwas Magenkrämpfe und beim Abtasten reagierte sie besorgt. Ausserdem fiel uns auf, dass der Herzschlag rasant war und beim Fiebermessen stellte sich heraus, dass die Temperatur auch nicht in Ordnung war: 40 Grad.

Also mitten in der Nacht zum Tierarzt. Das Moislain wurde geröntgt…nichts wirklich Auffäliges, das Abtasten sagte auch nicht wirklich, was da los war. Fire bekam eine Spritze gegen die Krämpfe und gegen den Schmerz, eine Emulsion für den nächsten Tag, falls ein erneutes Röntgen nötig wäre. Halb 2 wieder daheim sind Fire und ich kuschelnd eingeschlafen. Morgens schien alles wieder gut, Fire war lustig und fidel, keine Spur von Magenproblemen oder sonstigen Schmerzen.

Das Ganze ließ uns aber keine Ruhe. So haben wir die nächsten Tage gesucht und gesucht, bis wir durch einen Zufall fündig wurden: Fire frass irgendetwas, was kein Obst sein konnte, weil kein Obstbaum in der Nähe war…nur… unsere Kirschlorbeerbüsche…Wir wissen, sie sind giftig, aber bisher hat noch nie einer unserer Hunde daran bzw. davon gefressen. Aber scheinbar schützt Alter vor Torheit nicht…Fire hat von diesen Beeren gefressen. DAS HAT SIE NOCH NIE GEMACHT!

In einer wilden Aktion haben wir dann alle Beeren vom Boden aufgesammelt und alle Dolden mit Früchten, die wir erreichen konnten, von den Büschen abgeschnitten. Zwei große Futtereimer waren schnell voll! Und dann wurden die Büsche von uns eingezäunt…zur Sicherheit, denn, wie wir später recherchiert haben, sind nur wenige Früchte mit Kernen tödlich! Kinder sterben bereits nach dem Verzehr von 10 (!) Beeren!!! Sie schmecken leider leicht süßlich und aromatisch mit nur wenig bitterem Nachgeschmack.

Fakt ist: Die Beeren und die Blätter sind hoch giftig, aber die Blätter schmecken sehr, sehr bitter, daher sind sie nicht wirklich eine Gefahr.

Dieses Mal hatten wir Glück, nur eine hohe Tierarztrechnung wegen der Nachtaktion, aber nächstes Mal kann so etwas ganz anders ausgehen. Glücklicherweise tragen die Büsche nur eine relativ kurze Zeit diese Früchte.

Der Kirschlorbeer war übrigens im Jahr 2013 die GIFTPFLANZE DES JAHRES! Kirschlorbeer

Also passt auf Eure Hunde und Kinder auf, wir tun das auch, auch wenn Sie bestimmte Dinge NOCH NIE GEMACHT haben…